Yes, we can! Gesundheitsförderung und Prävention als gelebte Wirklichkeit


Was macht gesundheitsförderliche Lebenswelten nach heutigem Kenntnisstand aus? Welche neuen Erkenntnisse liefert der Ende Juni 2019 veröffentlichte Präventionsbericht? Wie lautet unsere Zukuftsvision von Gesundheit? Darüber diskutieren am heutigen 13. November rund 250 Fachleute aus Politik und Gesundheitswesen auf dem Kongress "Zukunft Prävention - Vision oder gelebte Wirklichkeit?" Der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), der Kneipp-Bund e.V. (DAMID) führen die Tagung gemeinsam in Berlin durch.


Gesundheit und Prävention - gelebte Wirklichkeit im Gesundheits- system


"In der modernen Gesundheitsversorgung nehmen Prävention und Gesundheitsförderung einen wichtigen Stellenwert ein. Steigende Lebenserwartung, einen veränderte Altersstruktur, zunehmende Multimorbidität sind Faktoren, die sich auch auf das Gesundheitssystem auswirken. Maßnahmen, die die Förderung von Gesundheit und eine mögliche Vermeidung von Krankheit in den Fokus rücken, sind deshalb von besonderer Relevanz. Wir werden auch weiterhin in Maßennahmen der Prävention und Gesundheitsförderung investieren" so Ulrike Elsner, Vorstandvorsitzende des vdek. "Mit unserem hohen Engagement bei bundes- und landesbezogenen Präventionsprojekten, sowie gemeinsamen Gesundheitsförderungsstrategien nehmen wir die Bedarfe der Versicherten in den Blick und finden als Ersatzkassensystem Lösungen, wo sie gebraucht werden. Prävention und Gesundheitsförderung gehören für uns zur gelebten Wirklichkeit eines modernen Gesundheitssystems".


Vision des Kneipp-Bund: Gesundheitsförderung und Prävention stärker honorieren


"Wir müssen weg von der Reparaturmedizin, hin zur Prävention und zur angemessenen Berücksichtigung der Naturheilkunde. Viele lebensstilbedingte Erkrankungen wären dadurch vermeidbar", sagt Klaus Holetschek, Präsident des Kneipp-Bundes. Angesichts der erschreckenden Höhe der Krankheitskosten in der gesetzlichen Krankenversicherung werde deutlich, dass Gesundheit - und nicht Krankheit - viel stärker honoriert werden müsse. "Die moderne Medizin braucht ein patientenorientierten Platz neben der Schulmedizin hat. Das Gesundheitssystem muss doch die Interessen der Menschen stärker berücksichtigen", forder Holetschek. "Wenn das Präventionsgesetz nach Sinn und Buchstaben erfüllt werden soll, dann gehören die Kneipp-Verfahren mit ihren Ansätzen in der Salutogenese und Prävention ungedingt hinzu", so Holetschek.


Perspektivwechsel gefordert


Auch Dr. med. Stefan Schmidt-Troschke, Vorstandsmitglied des Dachverbandes Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMID), fordert neue Formen der Zusammenarbeit und mehr Migestaltung: "Zukünftig geht es stärker darum, Prävention"MIT" Menschen zu entwickeln als "FÜR" sie. Denn Verhaltens- und Verhältnisprävention überschneiden sich genau dort, wo Menschen ihre medizinische Versorgung, ihre Lebensumgebung, ihre soziale Gemeinschaft, ihren Stadtteil mit gestalten können. Sie ändern Vehältnisse und lernen im gemeinsamen kreativen und sinnvollen Handeln". In der Integrativen Medizin sieht Schmidt-Troschke dafürgroße Potenziale: "Menschen, die sich für seriöse komplementärmedizinische Verfahren entscheiden, ermächtigen sich selbst und suchen Begegnungen auf Augenhöhe. In der Anthroposophischen Medizin beispielweise liegt eine Schwerpunkt darauf, Menschen dafür zu sensibilisieren, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen. Dafür Räume zu schaffen, ist der erste Schritt, um mehr Menschen aktiv zu beteiligen.


Pressemiteilung des Kneipp-Bundes, bearbeitet von Rainer Kloppstein, Kneipp-Verein-Hannover e.V.




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